Der erste Frosthauch ist über die Staudenbeete und der Herbst zieht ins Wohnzimmer. Dafür müssen die abgeschnittenen Stängel der Fetthenne herhalten.
Natürlich weiß die Gärtnerin, dass die Fetthenne eigentlich dafür prädestiniert ist, ihre verdorrten Köpfe im Winter dekorativ aus dem Schnee zu recken und für die Träumerin hinterm Wohnzimmerfenster die Erinnerung an einen schönen Gartenherbst wach zu halten. Doch leider hat die Gärtnerin eine Sorte erwischt, die ihr persönlich sehr ähnlich ist und über keine sonderlich große „Standhaftigkeit“ verfügt.
Was die Gärtnerin mit ihrer „fetten Henne“ glücklicherweise nicht gemein hat, ist die Neigung zur Verbreiterung.
Und weil die „fette Henne“ schon so lange im Garten wohnt, wird sie auch nicht gegen eine standfestere Sorte ausgetauscht. Treue ist manchmal eben auch eine gute Eigenschaft.
